Schulentwicklungsplanung

GRÜNE: Koalitionsvertrag hat auch im Bezug auf die Schulentwicklungsplanung Bestand

Mit Erstaunen reagieren die Dormagener GRÜNEN auf den Vorstoß der CDU, die Rachel-Carson-Schule zeitnah in eine Gesamtschule umwandeln zu wollen. „Das Vorgehen der CDU ist sicher nicht hilfreich. Wir haben im Koalitionsvertrag mit der SPD festgelegt, dass wir die Entwicklung der Sekundarschule bestmöglich unterstützen, um die Schüler:innenzahlen zu stabilisieren. Hier sind wir für alle Wünsche aus der Schule offen. Im Koalitionsvertrag haben wir auch schon 2020 vereinbart, dass die Schüler:innenzahlen zum Schuljahr 2024/25 Grundlage für die weiteren Beratungen sind“ erinnert Norbert Führes, Mitglied im Schulausschuss für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Dormagener Stadtrat.

Dass die CDU-Fraktion sich in die Schulentwicklung im Rahmen des Arbeitskreises Schulentwicklungsplanung einbringen möchte, begrüßen die GRÜNEN. Eine Forderung nach einem sofortigen Ende der Sekundarschule wird hingegen als nicht zielführend eingeschätzt, da ein solches Vorgehen nur für Verunsicherung im Kreise der Schulgemeinschaft sorge. „Die derzeitige CDU-interne konfliktbehaftete Situation zwischen Fraktion und Partei sollte genau das bleiben: fraktionsintern! Interne Querelen und Profilierungsversuche dürfen keinesfalls auf dem Rücken unserer Schulen ausgetragen werden. Da wird definitiv eine Grenze überschritten“ stellt Tim Wallraff, Fraktionsvorsitzender und schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN Stadtratsfraktion, klar. Und weiter: „Auch Anregungen aus den Reihen der Politik, wie die Schule ihre Anmeldezahlen durch ein geändertes Schulprofil stabilisieren kann, sind – bei allem Respekt vor den positiven Absichten – keine politische Aufgabe. Politik darf nie vergessen, dass die Schulprogrammarbeit bzw. die Schulentwicklung zu den inneren Schulangelegenheiten gehört und damit nicht in der Zuständigkeit des Rates, sondern in der Verantwortung der Schule liegt. Der Rat stellt nur die Mittel bereit, damit die Schule ihre Arbeit gut umsetzen kann – und wir unterstützen gern, wenn wir zielführende Konzepte vorgelegt bekommen.“