Wir sind enttäuscht und verärgert über die Entscheidung des Kreisausschusses: Mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD wurde beschlossen, die Straßenverkehrsämter in Dormagen und Meerbusch zu schließen trotz des Widerstands von GRÜNEN und SPD.
Besonders unverständlich: Es gab eine konkrete Alternative!
Die Stadt Dormagen hatte angeboten, das Straßenverkehrsamt künftig im Rathaus unterzubringen. Nach Angaben der Stadt hätte die Schließung gegenüber diesem Angebot keine finanziellen Vorteile gebracht. Trotzdem wurde der Standort vom Kreis unverständlicherweise aufgegeben.
Auch die Interessen der örtlichen Autohäuser fanden offenbar nicht ausreichend Gehör, und Aussagen wurden den Mitgliedern nicht vorgelegt. Dabei sind kurze Wege und eine gut erreichbare Zulassungsstelle gerade für diese Unternehmen wichtig.
Natürlich müssen wir öffentliche Ausgaben kritisch hinterfragen. Und selbstverständlich brauchen wir mehr Digitalisierung und eine leistungsfähige Verwaltung. Aber Digitalisierung darf nicht zum Vorwand werden, um Bürgernähe abzubauen. Wer Verwaltungsleistungen zentralisiert, muss auch die zusätzlichen Wege, den Zeitaufwand und die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen berücksichtigen.
„Wir hätten uns eine Entscheidung gewünscht, die Wirtschaftlichkeit und Bürgernähe miteinander verbindet, statt funktionierende Standorte aufzugeben.“
René Jungbluth, stellvertretender Bürgermeister
Für uns ist klar: Eine moderne Verwaltung muss nicht nur wirtschaftlich sein. Sie muss auch erreichbar, serviceorientiert und nah an den Menschen bleiben.
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