Aktuelle Situation der Kindertagesstättenbedarfsplanung der Stadt Dormagen

Anfrage Jugendhilfeausschuss am 18.05.2017 

Der erhöhte und ungeplante Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen für sowohl unter 3-jährige (U3) als auch über 3-jährige (Ü3) Kinder stellt die Stadt Dormagen vor einige Herausforderungen. Eltern haben freie Wahlmöglichkeiten und können sich sehr spät für oder gegen eine Einrichtung entscheiden.

Es ist uns zugetragen worden, dass seit einigen Monaten bereits vorläufige und endgültige Absagen an Eltern für das kommende Kindergartenjahr 2017/18 getätigt worden sind bzw. sein sollen. Deshalb bitten wir um Beantwortung folgender Fragen zur kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses:

  1. Wie viele Betreuungsplätze fehlen insgesamt? Wie viele bei U3/Ü3?
  2. Werden diese Zahlen regelmäßig (zum Beispiel monatlich) erfasst und mit den Zahlen aus den Vormonaten verglichen? Wenn ja – können Sie diese Zahlen bitte zur Verfügung stellen? Gibt es einen Trend?
  3. Wie vielen Eltern von Kindern in welcher Altersgruppe (U3/Ü3) hat die Stadt Dormagen einen Ablehnungsbescheid erteilt bzw wird die Stadt voraussichtlich erteilen müssen? Zu welchem Zeitpunkt kann dies verlässlich gesagt werden?
  4. Wie vielen Eltern ist mündlich vorläufig oder endgültig
  5. Sollten für eventuell anstehende Klagen von Eltern auf Zuweisung KITA/Tagespflegeplatz bzw. Kosten für Ersatzbetreuung bzw. Verdienstausfall und damit verbundene Kosten Mittel aus dem laufenden Haushalt bereitgestellt oder rückgestellt werden? Wenn ja – in welcher Höhe?Der bisherige Plan der Stadt Dormagen sieht vor, dass 5 weitere Großtagespflege- einrichtungen den erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen U3 größtenteils sichern sollen. Wir bitten Sie diesbezüglich um die Beantwortung folgender Fragen zur kommenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses:
  6.  Wie viele U3 Plätze dieser Großtagespflegeeinrichtungen können inzwischen sicher (inkl. Ort, Träger und Personal) zugesagt werden? Wie viele sind noch zusätzlich in Planung? Was genau fehlt bei diesen geplanten Plätzen noch (Ort, Träger, Personal)?
  7. Welche Relation „Anzahl U3 Plätze Tagespflege“ zu „Anzahl Plätze U3 in Kita“ strebt Dormagen insgesamt bzw. bezüglich der Versorgungsgebiete an?
  8. Können Sie quantifizieren, wie viele Eltern sich einen Kindertagesplatz wünschen? Wie viele Eltern sich eine Betreuung durch Großtagespflege wünschen? Wie hoch sind die jeweiligen Erfüllungsquoten in Prozent (jeweils: Anzahl erfüllte Wünsche/Anzahl Gesamtanfragen)?Neben der Gewinnung von Trägern und der Einrichtung von neuen Kindertagesstätten und zusätzlichen Tagespflegen ist die Anwerbung von Fachpersonal schwierig. Wir bitten daher um Beantwortung nachfolgender Fragen für die kommende Sitzung des Jugendhilfeausschusses:

     

  9. Wie viele Fachkräfte im KITA- und Tagespflegebereich fehlen insgesamt?
  10. Kann man dem gesuchten Fachpersonal das Wohnen und Arbeiten in Dormagen durch spezielle Anreize/Förderungen seitens der Stadt oder/und der Träger attraktiver machen (z.B. höhere Bezahlung, unbefristete Verträge, Bereitstellung ÖPNV Tickets, Mietzuschüsse, Wohnheim für Erzieher/-innen, aktive Hilfe bei der Wohnungssuche, Wohnungsbörse, vergünstigtes Kulturangebot schaffen – z.B. Eintrittskarten bei Veranstaltungen des Sports oder Kultur, Übernahme Mitgliedsbeitrag Sportverein,  ähnliches)?
  11. In welcher Höhe stehen für die genannten Maßnahmen für die Stadt Dormagen Landesmittel zur Verfügung und in welcher Höhe wurden diese beantragt und eingesetzt?

Jens Kollosche
sachkundiger Bürger

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